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Mittwoch, 14. März 2012

Sieben - I

Es war ein bedrückender, dunkler Tag, als ich wie jeden Abend geplättet und müde von der Arbeit zuhause saß und meine letzte Zigarette, für diesen Monat in dem Aschenbecher ausdrückte.
In den Nachrichten, die auf meinem alten Fernseher liefen, kam nichts neues: Ausgeraubte Banken, Probleme in der Politik und Naturkatastrophen.
"Wen interessierts", murmelte ich und schaltete den Fernseher aus. Meine Wohnung war ein Haufen Schrott.
Nichts weiter, als ein Tisch, eine ungemütliche Matratze und der alte Fernseher stand in dem Zimmer.
Der Rest der Wohnung bestand aus dem Bad, welches völlige Schäden aufwies und die "Küche".
Mehr als einen Kühlschrank und einen Ofen, den ich nie benutzte, da er sowas von kaputt aussah, gab es nicht.
Ich hasste dieses Leben und der Anblick meiner Umgebung bestätigte meine Gedanken.
Ich warf einen Blick auf die Fernsehzeitung, der einzige gute Luxus, den ich mir leisten konnte, und vertiefte mich total in deren Bewertungen, als es plötzlich an der Haustür klingelte.
"Wer zum Teufel will was von mir?!", fragte ich mich angenervt und quälte mich zur Tür durch den ganzen Müll, der seit Tagen auf dem Boden lag. 
Als ich die Tür öffnete, stand  Rina, meine Nachbarin, vor der Tür. Ich seufzte.
"Was ist?", ich wollte nicht so genervt klingen, jedoch ließ sie mich seit Tagen nicht mehr schlafen, weil sie alle paar Stunden rüber kam und nach irgendwelchen Dingen, wie Zucker oder Salz fragte, die ich so oder so nicht hatte. "Ich..", stotterte sie, "Miles, ich..". Erst jetzt bemerkte ich, dass ihr Gesicht schwarz war. Schwarz von verlaufender Wimperntusche. Sie konnte kaum reden, so bedrückt und verheult war sie. Stattdessen hob sie ihre Hände und ließ mich zusammenfahren. Ihre Hände waren blutig. Jedoch sah ich.. es war nicht ihr eigenes.

(Fortsetzung folgt)

[Selbstgeschrieben]

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